Lernwerkstatt

 

„Naturwissenschaftliches Lernen im Kontext von Lernwerkstatt“

 

Projektbeschreibung:

Mit der Lernwerkstatt haben wir seit 2012 in Kooperation mit dem Städtischen Kindergarten Theodor-Heuss-Ring 132 an unserer Schule einen Lernort geschaffen, an dem wir Kindern unterschiedlicher Altersstufen die Möglichkeit bieten, naturwissenschaftliche Themen an Hand von Versuchen und Experimenten zu erforschen.

Im Mittelpunkt steht neben der Vermittlung von Wissen die handelnde Auseinandersetzung mit den Lernangeboten sowie die Entwicklung und Förderung von naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen.

Da die Lernwerkstatt von Kindern aus allen Jahrgängen unserer Schule sowie den Vorschulkindern der KiTa  genutzt wird, berücksichtigen sowohl die Themen als auch die Versuche und Experimente die unterschiedlichen Entwicklungsstufen und die damit verbundenen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder.

Der zeitliche Rahmen für ein Thema beträgt ein Schuljahr, in dem alle Jahrgänge die Lernwerkstatt verpflichtend aufsuchen. Jede Klasse nutzt den Raum an drei bis vier Tagen in der Woche für jeweils zwei Stunden am Tag. Die Dauer insgesamt beträgt zwei bis drei Wochen, je nachdem, wie intensiv das Angebot genutzt wird. Die Klassen 3 und 4 durchlaufen dabei die Lernwerkstatt zuerst, um den Jahrgängen 1 und 2 Zeit für ihre schulische Entwicklung zu geben.

Während der Besuchszeit der Klassen befinden sich immer ein Lernwerkstattsbegleiter sowie die jeweilige Klassenlehrerin im Raum. An einem Tag in der Woche besucht zudem die Vorschulgruppe des Kindergartens die Lernwerkstatt, um den Grundschulkindern und Kindergartenkindern ein gemeinsames Arbeiten und ein voneinander Lernen zu ermöglichen.

 

Einbettung in den Stundenplan:


Stunde


Montag


Dienstag


Mittwoch


Donnerstag


Freitag


1.


 


 


 


 


 


2.


 


 


 


 


 


3.


Lernwerkstatt

Betreuung


Lernwerkstatt

Betreuung


Lernwerkstatt

Einführung und Betreuung


Lernwerkstatt

Offen für individuelle Besuche


 


4.


 


5.


 


 


 


 


 


6.


 


 


 


 


 

 

Methodenbeschreibung:

Die Themen werden den Kindern größtenteils an Hand von Lernbeeten präsentiert. Das heißt, an verschiedenen Punkten in der Lernwerkstatt sind unabhängige Materialien, Versuche und Versuchsanregungen aufgebaut, die sich mit dem Thema beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler können alleine oder in Gruppen an den Angeboten arbeiten, die Projekte anderer Kinder beobachten oder aktiv eigene Erfahrungen sammeln. Ein großer zeitlicher Rahmen bietet den Raum für individuelle Erfahrungen und Entdeckungen sowie die Möglichkeit zu wichtigen Wiederholungen. Die Lehrerin, bzw. der Lehrer ist dabei ein Lernbegleiter, der die Kinder auf ihrem Weg unterstützt.

Die vorbereiteten Materialien an den Lernbeeten dienen als Anregung für Experimente, die durch zusätzliche Materialien in offenen Regalen von den Kindern eigenständig erweitert werden können.

Weiterhin befinden sich an jedem Lernbeet „Impulskarten“, die durch Bilder und Fragestellungen Ideen bei den Schülerinnen und Schülern anregen sollen. Einige Versuche sind stationsartig vorbereitet, das heißt mit konkreten Aufgabenstellungen versehen, um jenen Kindern eine Struktur vorzugeben, die diese benötigen.

Sowohl an den Lernbeeten, als auch an den Stationen befinden sich „Wortkarten“, die sich mit den Inhalten des jeweiligen Beetes beschäftigen und den Kindern beim Formulieren ihrer Ergebnisse im Lerntagebuch helfen können. Die Lerntagebücher sind für alle Klassenstufen zunächst sehr offen gehalten, damit die Kinder ihre Erfahrungen und ersten Eindrücke festhalten können. In den 3. und 4. Klassen werden die Lerntagebücher nach den ersten Besuchstagen stärker strukturiert, um das planvolle, wissenschaftliche Arbeiten anzubahnen.

Sogenannte Lernspuren, in denen die Arbeitsergebnisse der Kinder durch Lernplakate, Fotos oder eigene Versuchsergebnisse dokumentiert werden, dienen der Festigung der Lernergebnisse sowie nachfolgenden Gruppen als Anregung für die eigene Arbeit.

© GGS Heinrich-Lübke-Straße