Sonne basteln mit Kindern - einfache Ideen für jedes Alter

Fatma Scheffler .

16. Juni 2026

Süße Sonnen-Bastelarbeit von Kindern: Gelbe Pappteller-Sonnen mit Handabdruck-Strahlen und fröhlichen Gesichtern.
Eine selbst gebastelte Sonne bringt Farbe an graue Tage und lässt sich mit wenigen Materialien umsetzen. Ich zeige einfache Ideen für Kindergarten- und Grundschulkinder, erkläre die passenden Arbeitsschritte und gebe Tipps, wie das Basteln altersgerecht, sauber und ohne unnötigen Materialaufwand gelingt.

Sonnenideen, die schnell gelingen und trotzdem vielseitig bleiben

  • Pappteller eignen sich als stabile und günstige Grundlage.
  • Für eine einfache Sonne brauchen Kinder meist 20 bis 30 Minuten.
  • Handabdrücke, Krepppapier und Transparentpapier sorgen für unterschiedliche Effekte.
  • Scheren, Heißkleber und kleine Dekoteile sollten je nach Alter begleitet verwendet werden.
  • Beim Basteln entstehen neben einem schönen Ergebnis auch Übungen für Feinmotorik, Farbenlehre und Kreativität.

Fröhliche Sonnen, gebastelt von Kindern, strahlen mit ihren Handabdruck-Strahlen auf blauem Hintergrund.

Die passende Bastelidee für Alter und Anlass auswählen

Beim Sonne-Basteln mit Kindern ist die einfachste Idee oft die beste. Ein runder Pappteller, gelbe Farbe und einige Papierstreifen reichen bereits für ein freundliches Fenster- oder Wandbild. Ich plane lieber eine überschaubare Bastelarbeit, bei der Kinder eigene Entscheidungen treffen können, statt ein perfektes Muster vorzugeben.

Für Kinder ab etwa 3 Jahren passen große Formen, Fingerfarbe und vorbereitete Streifen. Im Grundschulalter dürfen die Kinder die Strahlen selbst entwerfen, Muster ergänzen oder aus der Sonne ein Mobile, eine Grußkarte oder ein kleines Lernprojekt machen. Entscheidend ist nicht das Alter allein, sondern wie sicher das Kind mit Schere, Klebstoff und kleinen Teilen umgeht.

Alter Geeignete Technik Zeitaufwand
3 bis 4 Jahre Malen, Reißen, große Papierstücke kleben 15 bis 20 Minuten
5 bis 6 Jahre Pappteller-Sonne, Handabdrücke, einfache Collage 20 bis 30 Minuten
Ab 7 Jahren Sonnenfänger, Mobile, geometrische Muster 30 bis 45 Minuten

Eine Sonne aus Pappteller Schritt für Schritt basteln

Die Pappteller-Sonne ist mein verlässlichster Klassiker für Gruppen, Kindergeburtstage und einen kreativen Nachmittag zu Hause. Das Material kostet pro Werkstück meist nur etwa 1 bis 2 Euro, wenn Farbe und Klebstoff bereits vorhanden sind.

Das wird gebraucht

  • 1 Pappteller oder ein stabiler Kreis aus Bastelkarton
  • gelbe und orange Wasserfarbe oder Acrylfarbe
  • gelbes, oranges und rotes Tonpapier
  • Kinderschere und Klebestift
  • schwarzer Filzstift
  • optional ein Stück Schnur zum Aufhängen

So entsteht das Sonnenbild

  1. Den Pappteller vollständig gelb anmalen und 10 bis 15 Minuten trocknen lassen.
  2. Währenddessen aus Tonpapier Dreiecke, Zacken oder breite Streifen für die Sonnenstrahlen schneiden.
  3. Die Strahlen auf der Rückseite des Tellers verteilen und festkleben.
  4. Ein Gesicht, Wolken, Vögel oder kleine Muster auf die Vorderseite malen.
  5. Für ein Wandbild eine Schnur befestigen oder die Sonne direkt auf ein großes Blatt Papier kleben.

Die Strahlen müssen nicht gleich aussehen. Gerade unterschiedliche Längen und Farben machen das Ergebnis lebendig und geben Kindern das Gefühl, wirklich etwas Eigenes gestaltet zu haben. Bei jüngeren Kindern schneide ich die Grundform vor, lasse aber die Anordnung und Dekoration vollständig offen.

Vier Varianten mit Papier, Handabdrücken und Recyclingmaterial

Handabdruck-Sonne

Für diese Variante zeichnen die Kinder ihre Hände auf gelbes oder oranges Papier, schneiden die Formen aus und kleben sie rund um einen großen Kreis. Je nach Größe braucht man ungefähr 8 bis 12 Handabdrücke. Die Idee eignet sich besonders für Gruppenarbeiten, weil jedes Kind einen oder mehrere Strahlen beitragen kann.

Krepppapier-Sonne

Ein gelb bemalter Pappteller wird mit geknüllten Stücken aus gelbem, orangefarbenem und rotem Krepppapier beklebt. Diese Technik ist einfach, trainiert das Dosieren von Klebstoff und erzeugt eine auffällige Oberfläche. Ich empfehle kleine Papierstücke von etwa 3 bis 4 Zentimetern, damit das Bild nicht zu schwer und unübersichtlich wird.

Sonnenfänger für das Fenster

Für ältere Kinder eignet sich ein Sonnenfänger aus schwarzem Tonkarton und Transparentpapier. Zuerst wird ein großer Sonnenkreis mit ausgeschnittenem Innenbereich vorbereitet, anschließend kleben die Kinder farbiges Transparentpapier von hinten dagegen. Das Ergebnis wirkt besonders schön, wenn Tageslicht durch die Farben fällt, ist aber weniger robust als eine Pappteller-Sonne.

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Sonne aus Resten

Klopapierrollen, Verpackungskarton, Wollreste und Papierreste lassen sich gut weiterverwenden. Aus Karton entsteht der Kreis, aus Wolle oder Stoffresten werden die Strahlen. Diese Version kostet fast nichts und bietet sich an, wenn Kinder nicht nur basteln, sondern auch über Wiederverwendung und Materialeigenschaften sprechen sollen.

Was Kinder dabei lernen können

Das Basteln wirkt zunächst wie eine reine Freizeitbeschäftigung, verbindet aber mehrere Lernbereiche. Beim Schneiden werden Hand- und Fingerbewegungen genauer, beim Kleben müssen Kinder planen, und beim Anordnen der Strahlen üben sie ganz nebenbei Symmetrie, Reihenfolgen und Größenverhältnisse.

In der Grundschule kann die Bastelarbeit leicht mit Sachunterricht verbunden werden. Die Kinder können auf einem Zusatzblatt festhalten, warum die Sonne für Pflanzen, Tiere und Menschen wichtig ist oder wie sich Schatten im Tagesverlauf verändert. Dabei sollte das Basteln nicht zur langen Arbeitsaufgabe werden. Eine kurze Gesprächsrunde von 5 bis 10 Minuten reicht meist völlig aus.

Ich lasse außerdem gern ungewöhnliche Farben zu. Eine blaue oder grüne Fantasiesonne ist kein Fehler, sondern zeigt, dass das Kind zwischen Wirklichkeit und Gestaltung unterscheiden kann. Wer jede Arbeit auf die gleiche Vorlage reduziert, nimmt der Aktivität einen großen Teil ihres kreativen Werts.

Diese Fehler machen die Bastelarbeit unnötig schwierig

Der häufigste Stolperstein ist zu viel Material auf einmal. Wenn zehn verschiedene Dekoteile bereitliegen, verbringen Kinder oft mehr Zeit mit dem Aussuchen als mit dem Gestalten. Für eine konzentrierte Bastelrunde reichen zwei Grundfarben plus eine Akzentfarbe vollkommen aus.

Auch sehr dünnes Papier führt schnell zu Frust, wenn die Strahlen abknicken. Für eine haltbare Dekoration ist Tonpapier mit etwa 120 bis 200 g/m² besser geeignet als normales Druckerpapier. Bei einem Sonnenfänger braucht man dagegen Transparentpapier, weil dicker Karton kaum Licht durchlässt.

  • Den Teller nicht zu dick mit Farbe bestreichen, sonst verlängert sich die Trockenzeit.
  • Strahlen nicht direkt am äußersten Rand ankleben, damit sie weniger leicht abreißen.
  • Flüssigkleber sparsam verwenden, weil er Papier wellen kann.
  • Glitzer, Perlen und Knöpfe bei kleinen Kindern nur unter Aufsicht einsetzen.
  • Heißkleber ausschließlich von Erwachsenen oder älteren Jugendlichen benutzen lassen.

Für das Aufhängen genügt eine kleine Schnur, die mit Klebeband oder einem Loch im oberen Bereich befestigt wird. Soll die Sonne draußen hängen, sollte man Papier und Wasserfarbe vermeiden. Feuchtigkeit und direkte Witterung lassen solche Dekorationen schnell aufweichen und verblassen.

Eine kleine Bastelrunde mit sichtbarem Lernerfolg planen

Für zu Hause oder die Schulklasse funktioniert ein klarer Ablauf gut. Ich lege zuerst nur die Grundmaterialien bereit, erkläre die Idee in höchstens zwei Minuten und zeige dann einen Arbeitsschritt. Danach dürfen die Kinder selbst entscheiden, wie viele Strahlen ihre Sonne bekommt und welches Gesicht oder Muster sie trägt.

Bewährt hat sich eine Gruppe von 4 bis 6 Kindern pro Betreuungsperson, wenn geschnitten, gemalt und geklebt wird. Bei größeren Gruppen sollten Kreise und einige Strahlen vorher vorbereitet sein. So bleibt genug Zeit für eigene Gestaltung, ohne dass lange Wartezeiten entstehen.

Am Ende kann jedes Kind seiner Sonne einen Namen geben oder einen kurzen Satz ergänzen, etwa „Meine Sonne macht mir gute Laune, weil …“. Das dauert kaum länger als fünf Minuten, macht die Ergebnisse persönlicher und verbindet kreatives Arbeiten mit Sprache.

Vom Pappteller zur eigenen kleinen Sonnenwelt

Eine einzelne Sonne ist ein schönes Werkstück, noch spannender wird daraus aber eine kleine Szene. Kinder können mehrere Sonnen in verschiedenen Größen gestalten, Wolken und Blumen ergänzen oder ein Fensterbild als Jahreszeitenbild weiterentwickeln.

Mein wichtigster Tipp bleibt dabei schlicht: Das Ergebnis muss nicht perfekt sein. Wenn die Kinder schneiden, ausprobieren, verändern und ihre eigene Idee wiedererkennen, hat die Bastelarbeit ihren Zweck erfüllt. Die strahlendste Sonne ist nicht immer die ordentlichste, sondern oft die, über die ein Kind besonders gern erzählt.

Häufig gestellte Fragen

Für Kinder ab etwa 3 Jahren passen große Formen, Fingerfarbe und vorbereitete Papierstreifen. Eine einfache Pappteller-Sonne dauert meist 15 bis 20 Minuten und kann durch Reißen, Malen und das Kleben großer Papierstücke altersgerecht gestaltet werden.
Den Pappteller gelb anmalen und 10 bis 15 Minuten trocknen lassen. Danach aus Tonpapier Strahlen schneiden, auf der Rückseite verteilen und ankleben. Zum Schluss kann die Vorderseite mit einem Gesicht, Wolken, Vögeln oder Mustern gestaltet werden.
Ein Sonnenfänger passt besonders für Kinder ab etwa 7 Jahren. Dafür wird ein Sonnenkreis aus schwarzem Tonkarton vorbereitet und der Innenbereich ausgeschnitten. Von hinten kleben die Kinder Transparentpapier dagegen, sodass Tageslicht durch die farbigen Flächen fällt.
Scheren, Heißkleber und kleine Dekoteile sollten je nach Alter begleitet verwendet werden. Heißkleber bleibt Erwachsenen oder älteren Jugendlichen vorbehalten, während Glitzer, Perlen und Knöpfe bei kleinen Kindern nur unter Aufsicht zum Einsatz kommen sollten.
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Autor Fatma Scheffler
Fatma Scheffler
Mein Name ist Fatma Scheffler und ich bringe 4 Jahre Erfahrung in die Arbeit auf ggs-heinrich-luebke-strasse.de ein. Die Themen Grundschulzeit, Lernen, Erziehung und Familie liegen mir sehr am Herzen, da ich selbst die Entwicklungsphasen von Kindern intensiv begleite und beobachte. Es ist mir wichtig, Eltern und Erziehenden verständliche Einblicke und praktische Hilfestellungen zu geben, damit sie die Herausforderungen im Schulalltag und im Familienleben gut meistern können. Dabei lege ich Wert darauf, Informationen sorgfältig zu prüfen und komplexe Sachverhalte klar und nachvollziehbar darzustellen, um Ihnen stets nützliche und aktuelle Inhalte zu bieten.
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